Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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Sie tragen lange Roͤcke aus grauem Tuche, oder aus Pelz, auch dersleichen Muͤtzen. Die Weiber ſind von Angeſicht etwas lieblicher, tragen Roͤcke aus weißer Leinwand und gefaltene, runde Muͤtzen, einer Sturm⸗ haube nicht unaͤhnlich. Vorne ſind ſie mit Kopeken (einer ruſſiſchen Muͤnze) behaͤngt. Die Kinder gehen nackend, ohne Hemd, und haben alle dicke Baͤuche. Die Maͤnner behaͤngen ihre Ohren, die Weiber das rechte Naſenloch mit Ringen, die mit Rubinen oder Korallen beſetzt ſind. Sie naͤhren ſich von der Vieh⸗ zucht, vom Fiſch⸗ und Vogelfang. Ihr Rindvieh iſt groß und ſtark; die Schafe haben dicke Schwaͤnze, welche voll Fett ſind und oft 30 Pfund wiegen. Ihre Pferde ſind unanſehnlich, aber ſtark und dauerhaft. Sie haben auch Kamele, welche aber meiſtentheilt zwei Hoͤcker haben. Fiſche, an der Sonne gedoͤrrt eſſen ſie ſtatt des Brodes. Reis und Hirſe wird gen mahlen und zu Kuchen verbacken, wozu man Oel und Honig nimmt. Sie eſſen auch Kamel⸗ und Pferden fleiſch, trinken Waſſer und Milch, beſonders von den Pferden. Ihre Religion iſt die muhamedaniſche, m tuͤrkiſchen Ceremonien. Einige haben auch den ruſſ ſchen Glauben angenommen. XL. Wir lagen geraume Zeit vor Aſtrachan, ut

zu brauen, zu backen, zu ſchlachten, und die ausg zeerten Kuͤchen und Keller wieder zu fuͤllen. Von de Perſern, tartariſchen Prinzen und andern, wurde wir inzwiſchen fleißig beſucht und ofters beſchen