Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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auf ward ich mit noch einigen andern abgeordnet, den Gruß des Prinzen zu erwiedern. Wir wollten an der linken Seite des perſiſchen Schiffes hinaufſteigen; allein die Diener kamen eilig herbei und winkten uns, daß wir auf die andere Seite kommen moͤchten. Denn auf dieſer Seite war das Gemach der Gemahlin des Prinzen, der man ſich auf keine Weiſe naͤhern durfte. Wir trafen den Prinzen auf einem Ellen hohen Seſſel ſitzend, der mit ſchoͤnen Tapeten belegt war. Er hatte die Beine uͤber einander geſchlagen, und den Ruͤcken an ein mit rothem Atlas uͤberzogenes Kiſſen gelehnt. Er empfing uns freundlich, ſchlug die Haͤnde an die Bruſt und neigte das Haupt. Er noͤthigte uns, auf einer Tapete zu ſitzen; weil wir aber ſolches nicht ge⸗ wohnt waren, ſo kam uns dieſes ziemlich ſchwer an, und wir mußten uns kuͤmmerlich behelfen. Was wir ihm ſagten, erwiederte er mit hoͤflichen Worten: denn die Perſer ſind ſehr milde. Er freute ſich uͤber unſere Ankunft ſo herzlich, daß er— wie er ſich ausdruͤckte, bei dem Anblicke unſers Schiffes glaubte, ſein gelieb⸗ tes Vaterland, Perſien, zu ſehen. Er hoffte auch, daß ihn der Schach zu unſerem Schaffner beſtellen werde, wo er uns dann alle moͤgliche Freundſchaft beweiſen wuͤrde. In vergoldeten Schalen wurde uns tarker ruſſiſcher Branntwein, wie auch Roſinen i eingeſalzene, perſiſche Haſelnuͤſſe(Piſtaejen) ge⸗ reicht.