Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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mit groͤßter Vorſicht ſchiffen. Die Ruſſen fuͤrchten ſich; und da uns der Wind nicht guͤnſtig war, ſo warfen wir Anker und blieben einige Stunden liegen. Zuletzt bemerkten wir, daß ſich rothe, bunte Schlan⸗ gen am Ankertau herauf wanden, und bis auf unſer Schiff kamen. Als dieß die ruſſiſchen Seeleute ſahen, freuten ſie ſich ſehr, baten uns auch, daß wir die Schlangen, welche von ganz unſchaͤdlicher Art waren, nicht beruͤhren moͤchten. Sie bringen die Poſt, fag⸗ ten ſie, daß St. Nikolas uns mit gutem Winde begluͤcken werde.— Dieſe Vorausſagung traf auch wirklich ein; wir hatten einige der folgenden Tage ſo guten Wind, und eine ſo gluͤckliche Fahrt, als wir bisher nie gehabt haben. Dieß veranlaßte uns auch, daß wir die Stadt Samaria, welche links, etwa zwei Werſte vom Ufer liegt, gar nicht beſuchten. Wir kamen zum Koſacken⸗Berge. Ehemals ſoll ſich hier eine Menge Doniſcher Koſacken aufgehalten haben, welche die Reiſenden auf der Wolga anfielen und pluͤnderten. Sie wurden von den Strelitzen aus Sa⸗ maria uͤberwunden und vertrieben. Nicht weit da⸗

von begegnete uns ein großes, rußt ſches Schiff, das 400 Perſonen am Bord hatte. Es gehoͤrte dem Pa⸗ triarchen von Moskau und fuͤhrte Caviar(geſalze⸗ nen Stoͤhr⸗Rogen) mit ſich. Wir begruͤßten uns ge⸗ genſeitig mit Schuͤßen. Man erzaͤhlte uns, daß vor einigen Tagen faſt dreihundert Koſacken hier herum⸗