Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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ſeyn. Noch findet man daſelbſt einen großen Stein, in der Geſtalt eines Wuͤrfels, zehn Ellen lang und breit. Auf der obern Flaͤche ſteht:„Hebſt du mich auf, ſo wird es gut ſeyn.“— Eine ruſſiſche Kara⸗ vane zog einſt voruͤber, und s00 Mann machten ſich darau, den Stein zu wenden, was ihnen auch gelun⸗ gen iſt; aber ſie fanden nichts, als die Worte:„Was ſuchſt du? Es iſt nichts da!“— Ningsum ſieht man viele Ruinen. 1 1 Zur Linken der Wolga fanden wir nach einigen Tagen ein Salzgebuͤrge, wo die Ruſſen einige Huͤtten haben, und etwas weiter abwaͤrts, zur Rechten, den Jungfernberg, in ihrer Sprache Diwiza Gorg, welcher ſehr hoch und mit Abſaͤtzen, wie mit Sitzbaͤn⸗ ken verſehen iſt, auf welchen Tannen ſtehen, ſo in Reih und Glied, als ob ſie mit Kunſt hingepflanzt worden waͤren. Merkwuͤrdiger, als dieſer Jungfern⸗ berg, iſt ein Huͤgel, in einer fandigen, ebenen Gegend, Sario Kurgau genannt. Man erzaͤhlte uns, daß ein tartariſcher Fuͤrſt, Mamaon, hier begraben liege. Er kam mit 1 Koͤnigen aus dem Innern der Tartarei, und wollte die Wolga hinauf gehen, ganz Nußland zu uͤberz ehen; allein hier ſtarb er. Seine Soldaten, deren eine unzaͤhlige Menge geweſen ſeyn ſoll, trugen in ihren Muͤtzen u. d Schildern ſo viel Erde uͤber ſeine Leiche zuſammen, daß dieſer Berg da⸗ von entſtand. Einige Meilen davon iſt ein Ort, wo der Grund der Wolga ſehr felſigt iſt; hier muß man