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wir durch das Abreiſen der Taue abermals zwei An⸗ ker. Einmal fuhren wir zwiſchen ſo hohen Ufern fort, daß wir am Strande Eis trafen. Hierauf erreichten wir die Muͤndung des Stromes Kama, ſechzig Mei⸗ len von Caſan. Sein Waſſer iſt braun; ihm zur Seite ſtehen zwei hohe Berge. Wir fanden nun wie⸗ der einige Doͤrfer, und auf einer ziemlichen Anhoͤhe die Stadt Tetus. Von nun trafen wir aber wieder keine menſchliche Wohnung mehr an, bis an die Muͤn⸗ dung der Wolga in das kaſpiſche Meer. Doch ka⸗ men eines Tages Fiſcher zu uns und reichten uns Fiſche zum Kaufe dar. Sie haben eine ſonderbare Weiſe, dieſelben zu fangen. An einen Strick binden ſie einen ſchweren Stein, und ſenken ihn auf den Grund. Auf der Oberflaͤche befeſtigen ſie den Strick an langen, ſtarken Stangen, und daran haͤngen ſie Angelu mit kleinen Fiſchen. Auf dieſe Weiſe fangen ſie auch ſchoͤne, große und ſehr wohlſchmeckende Fiſche, woran die Wolga Ueberfluß hat. Die Ruſſen, wenn ſie Geſchaͤfte halber auf der Wolga ſchiffen, pflegen an einem langen Tau eine Angel nachzuſchleppen, uͤber welcher eine Zinnplatte in Geſtalt eines Fiſches iſt. Indem ſich dieſe duͤnne Platte wendet, werden die Fiſche durch das ſchimmernde Spiel herbeigelockt und haͤufig gefangen. Außer Brod, brauchen alſo die Ruſ⸗ ſen weiter keinen Proviant auf die Reiſe zu nehmen.
Wir kamen an einen Ort, wo ehemals eine Stadt ſoll geſtanden, und von Tamerlan zerſtoͤrt worden


