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ſeinen Freunden verzehrt. Sein Leichnam wird in die Erde verſcharrt; ſeine Kleider aber werden an einen Baum gehangen.
Unter ihnen iſt die Vielweiberei eingefuͤhrt. Wei⸗ ber und Jungfrauen huͤllen ſich in große, weiße Lei⸗ nentuͤcher bis auf das Angeſicht; die Braͤute tragen eine Zierde auf dem Kopfe, in Geſtalt eines aufgebo⸗ genen Hornes, an deſſen Spitze eine Quaſte, oder eine Glocke haͤngt. Die Maͤnner gehen in langen lei⸗ nenen Roͤcken, unter welchen ſie Hoſen tragen. Ihre Koͤpfe ſind ganz kahl geſchoren; die Unverheiratheten hingegen laſſen am Wirbel einen Zopf wachſen.
V. Kusmademianski, eine wohlgebaute Stadt, liegt an einem Berge, in einer Gegend, wo ganze Waͤlder von Linden ſind. Die Einwohner ſchaͤ⸗ len den Baſt davon ab, machen Schlitten, Gefaͤße, Tonnen, Kaͤhne und Todten⸗Saͤrge.
Sabaktzar, ein Staͤdtchen, iſt aus Holz gebaut, hat aber einen Woywoden. Als die Einwohner unſer Schiff erblickten, wußten ſie nicht, was dieß bedeuten ſoll? Sie ſchickten uns ein Boot mit Strelitzen ent⸗ gegen. Als wir aber dem Woywoden unſern Paß ge⸗ ſendet hatten, kamen wohl dreihundert Menſchen her⸗ bei, uns, gleichſam als Wunderthiere, zu beſchauen.
Die Woywoden in dieſer Gegend haben immer
viele Soldaten um ſich, mit welchen ſie die Tartaren im Zaume zu halten im Stande ſind.


