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Bei dem Eilande Coſin trieb uns der Strom pfeilſchnell an eine Waldſpitze, an welcher wir etliche Stunden haͤngen blieben. Ich ſtieg mit einem Ge⸗ faͤhrten an das Land, Wal ldfruͤchte zu ſuchen. Als wir wieder an das Ufer kamen, war kein Schiff mehr zu ſehen. Erſt nach einigen Stunden kam uns die Scha⸗ luppe entgegen, uns wieder auf zunehmen. Wir tra⸗ fen das Hauptſchiff in der Kruͤmmung des Stromes, von widrigen Winden zuruͤck gehalten, und als man verſuchte, es mit einem Anker um die Ecke zu ziehen, zerriß das Kabeltau, uind der Auker blieb an einem im Grunde liegenden Baume liegen. Dieſes ſoll ſich hier ſehr oft ereignen: denn bei Hochwaſſer reißt der Strom viele Baͤume vom Ufer. Auch ſagen die Ruſ⸗ ſen: die Wo lga liege ſo voll Anker, daß man damit ein Fuͤrſtenthum kaufen koͤnnte.
Weſofka iſt ein wohlgebauter Ort, mit ſteiner⸗ nen Kirchen und Kloͤſtern, aber mit hoͤlzernen Thuͤr⸗ men und Bollwerk umgeben.
VI. Bei Caſan legten wir uns vor Anker, tra⸗ fen auch daſelbſt eine Karavane, welche einige Tage vor uns aus Moskau gezogen war. Ein perſiſcher Kaufmann war ihr Anfuͤhrer. Cafan iſt wohlgebaut,
und wird von der Caſanka umfloſſen, von der das ganze Land ſeinen Namen hat. Die Haͤuſer, Thuͤrme und Ningmauern der Stadt ſind aus Holz; das Schloß aber von ſtarken, ſteinernen Mauern, mit Geſchuͤtz und Soldaten wohl beſetzt. Darin wohnt ein Woy⸗


