Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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thun. Res⸗Kidſi war naͤmlich Muhamedaner; wir aber ſahen hier zuerſt eine Kirche dieſes Glaubens. Die Geſandten ließen dem Prinzen ein Geſchenk uͤber⸗ reichen von Tabak und franzoͤſi ſchem Branntwein, welche dieſer freundlich annahm, und dagegen zwei Schafe, Meth, Bier und friſchen Butter ſandte, wel⸗ chen, wie er ſagen ließ, ſeine Frau Mutter mit eige⸗ nen Haͤnden gemacht haͤtte.

Die Stadt M oruma wird von Ruſſen und Tartaren bewohnt. Letztere, in Buͤſche verſteckt, ſchoßen auf unſer Schiff, als wir etwa eine Viertel⸗ Meile von der Stadt entfernt waren. Wir vergalten dieſen Gruß ſogleich mit einem ſtarken Musketenfeuer, worauf es ruhig wurde, und weiter keinen Aufenhalt mehr gab.

Nach einigen Tagen ſing das Ufer an, zur rechten Hand ſteil und hoch zu werden. Auf dieſe Weiſe laͤuft es wohl 400 teutſche Meilen an der Wolga fort. Vom Strome glaubt man nichts als Berge zu erblicken; man findet aber in der Hoͤhe ebenes Land, ohne viele Waͤlder, beauem zum Ackerbau. Dagegen iſt das Ufer linker Hand niedrig, buſchig und wenig bewohnt. Auf den Hoͤhen rechts trafen wir hier und da Schnee an.

Am 11. Juli erreichten wir Niſa, eine ſchoͤne und große Stadt an der Wolga. Dieſer Strom iſt hier ſchon ſo bedeutend, daß wir uns ein Schiff kauf⸗ ten von drei Maſten und 120 Ful in der Laͤnge

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