Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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Wir ſetzten hierauf unſern Wes fort durch das Johannes⸗Thal, wo der Freiherr von Skytte eine Stadt zu bauen angefangen hatte, wovon bereits die Kirche ſtand. Wir fanden in dieſem Thale ein ſchoͤnes, dreifaches Echo, das wir mit Trompeten er⸗ weckten, und uns auf dieſe Weiſe einen großen Theil der Nacht beluſtigten: denn wir konnten vor der Menge Muͤcken, die uns belaͤſtigten, nicht ſchlafen. Am andern Morgen kamen wir nach Neuſchanz oder Nie, an einem ſchiffbaren Fluſſe, der aus dem Ladogaiſchen See ſtroͤmt, ſich in die finiſche Oſtſee er⸗ gießt, und Ingermanland von Carellien ſchei⸗ det; und bald ſahen wir die Feſtung Noteburg, welche an der Muͤndung des Ladogaiſchen See liegt, nud uͤberall imit tiefen Gewaͤſſern umgeben iſt. Sie iſt mit ſehr dicken Mauern umgeben, und hat im In⸗ nern noch ein Kaſtell, aus welchem man die Feſtung beſtreichen kann. Im letzten Kriege mit den Schwe⸗ den vertheidigten ſich hier die Ruſſen ſehr tapfer, und und kapitulirten endlich mit der Bedinguſß, mit Sack und Pack abziehen zu koͤnnen. Als ſie aber die Feſtung oͤffneten, kamen nicht mehr als zwei Mann hervor; alle uͤbrigen waren im Kampfe gefallen.

Die Gegend iſt wegen der vielen Moraͤſte ſehr ungeſund, und die Muͤcken, welche die Einwohner ruſſiſche Seelen nenneu, plagten uns hier wie⸗ der ſo ſehr, daß man nicht eine Hand breit reine Luft ſehen konnte, und das Angeſicht bedecken mußte.