Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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Bald folgten auch die Herren Geſandten; da es nun nicht anders zu thun war, als daß ein jeder, im Schlitten ſitzend, ſein Pferd ſelbſt leiten mußte, ſo ſah man in den erſten Tagen, dieſer Fahrt ungewohnt, einen nach dem andern etliche Male umwerfen, und ſich mit dem Gepaͤcke wieder aus dem Schnee auf⸗ ſammeln. So kamen wir nach Wolmar, einem von den Ruſſen und Polen ſehr verwuͤſteten Staͤdtchen, auf deſſen Mauern und Truͤmmern die Einwohner nur ſchlechte Wohnungen von Holz wieder erbaut ha⸗ ben nach Art der Schweden; dann uͤber das Schloß Ermes nach dem Edelhofe Halmet, wo wir fuͤrſt⸗ lich bewirthet wurden. Hier fuͤhrte man uns vor die Tafel ein zahmes Elendthier, deren es in dieſer Ge⸗ gend viele giebt. Ueber Ningen, ein Schloß, kamen wir(den 22. Dezember) nach Dorpat. Dieſe Stadt liegt in Eſtland, am Fluſſe Embeck, in der Mitte Lieflands, iſt mit Ringmauern, Ron⸗ deen ꝛc. umgeben, der Sitz eines Biſchofes und einer hohen Schule. Wir feierten hier das Weihnachtsfeſt und zogen dann nach Narve, wo wir den 3. Jaͤnner 1634 angekommen ſind. Hier mußten wir 22 Wochen ſitzen bleiben, iudem wir auf die ſchwediſchen Geſand⸗ ten warteten, um mit ihnen gemeinſchaftlich nach Moskau zu reiſen. Obwohl wir uns die Zeit mit allerlei Luſtbarkeiten zu verkuͤrzen ſuchten, ſo war uns dieſe Zoͤgerung doch ſehr unangenehm, beſonders da die niedere Dienerſchaft unſerer Begleitung mit der