3
106
Cazin, welches die letzte polniſche Stadt war, bei welcher ein Fluß die Graͤnze zwiſchen Rußland und Polen machte.
In dieſen 8 Waldungen ſahen unſere Reiſenden viele Bieuen, die zu den Reichthuͤmern von Lithauen geyoͤren, auch viele Baͤren, welche denſelben, wo ſie wild im Walde bauen, ſtets den grauſamſten Krieg erklaͤren, und von ihrem Honig leben, mit dem Men⸗ ſchen aber ziemlich friedlich leben. Auch gab es viele Elendthiere und Fuͤchſe. Man findet in dieſen Waͤl⸗ dern auch eine Wurzel, welche dieſelbe Eigenſchaften hat, wie das Opium; den Namen derſelben nennt er uns nicht. 3
Von Cazin ſendeten unſere Neiſenden einen Eilboten an den Gouverneur von Smolensko, wie es der Graf Syri angeordnet hatte, um demſelben ihre Ankunft zu melden, und ihn zu bitten, ſich an die Verſprechungen zu erinnern, welche er dem Ge⸗ ſandten gegeben hatte, von dem ſie ein unvorherge⸗ ſehener Zufall getrennt habe. Nach erhaltener Wei⸗ ſung vom Hofe zu Moskau antwortete der Gouver⸗ neur aber abſchlaͤgig, und unſere Reiſenden ſollten ſonach nicht durchgelaßen werden in das ruſſiſche Gebiet.
Zum Gluͤcke kam aber bald in Cazin ein polni⸗ ſcher Edelmann, Lazinski, an, der als Geſandter des Koͤnigs von Polen nach Moskau ging. Dieſer er⸗ klaͤrte unſere Vaͤter fuͤr ſeine Kaplaͤne, und machte
——


