. 101 fortſetzte, veranlaßt, die Bekauntſchaft des einen und andern von den bedeutenden Maͤnnern in Polen zu machen, z. B. mit dem Marquis Bethune, um durch dieſelben einen Einfluß auf den Hof von Po⸗ len zu erhalten, und vielleicht felbſt den Koͤnig in der Naͤhe fuͤr ſich und den Plan ihrer Reiſe durch Rußland zu gewinnen. Was ſo klug und ſo um⸗ ſichtig geſucht wurde, erlangte man auch, wenn auch nicht ganz, doch zum Theil.
Der Koͤnig von Polen war einer der aufgeklaᷣr⸗ teſten Regenten in Europa, und konnte zu Folge ſei⸗ ner Verhaͤltniſſe zum Hofe in Moskau viel zum Beſten unſerer Reiſenden wirken. Die Sache wurde nach und nach ſo eingeleitet, daß Avril aufgefordert wurde, dieſem Herrſcher ſich vorzuſtellen und ſeinen Schutz und Beiſtand ſich zu erbitten. Die politiſchen Verbindungen waren guͤnſtig, und Polen wollte ge⸗ rade mit Rußland daruͤber einen Vertrag ſchließen, daß es ſeinen Miſſionaͤren den Durchgang durch alle ruſſiſche Beſitzungen geſtatten moͤchte. Avril faͤumte deßhalb auch gar nicht, ſich an dem Hofe des Koͤnigs von Polen einzufinden.
Der Hof befand ſich damals in Javarow, und der Marquis Bethune ſaͤumte nicht, Avril ſo⸗ gleich nach deſſen Ankunft dem Koͤnige vorzuſtellen.
er Koͤnig nahm den Vater ſehr gnaͤdig auf, und veranſtaltete, daß demſelben die Memoiren eines ruſ⸗ ſiſchen Geſandten, der in Pekin geweſen war, zur


