Teil eines Werkes 
1. Th., 3. Bdchn (1828)
Entstehung
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Ohngefaͤhr gegen den folgenden Michaelistag wurde dieſer Vezier, ſein großer Gegner, gefangen, wie es der Jude propheijeihet hatte, welches neue Hoffnungen zu ſeiner Befreiung bei ihm errveckte. Denn gleich nach dem Tode des Paſchas ſchrieb er dem Geſandten abermals, und bat ihn, ſich ſeiner jetzt zu erinnern, oder nie. Denn jetzt ſei es Zeit, wenn er ſein Anſehen bei Hofe fuͤr ihn geltend zu machen ſo gefaͤllig ſeyn wolle, ihm ſeine Loslaſſung zu erwirken, da ſein Gegner todt und kein Geſetz vor⸗ handen ſei, das ſich dieſer entgegen ſtelle. Er that dieſes mit deſto groͤßerer Dringenheit, weil er, wie er ſagte, nicht im Stand ſei, es laͤnger auszuhalten, da er ſo viele qualvolle Leiden erduldet habe, und durch die langwierige und ſchmerzliche Dauer derſel⸗ ben ſo aͤußerſt entkraͤftet ſei.

Der Geſandte ſchickte ihm jedoch die wenig troͤſt⸗ liche Antwort, daß er nichts fuͤr ihn thun koͤnne, bis ein neuer Vezier gemacht ſei; dann wolle er ſehen, was er fuͤr ihn zu erwirken vermoͤge.

Es dauerte zehen Tage, bis der neue Vezier er⸗ nannt war. Sobald er eingeſetzt war, unterhandelte der Geſandte, wie Sir Thomas unterrichtet wurde, mit ihm um deſſen Freilaſſung, allein umſonſt, da der Vezier ihm antwortete, daß es nicht in ſeiner Macht ſtehe, etwas fuͤr ihn zu thun, da er ein Gefangener des Großſultans ſei, und er ohne deſſen Einwilligung nicht losgelaſſen werden koͤnne. Der Geſandte zog