IV.; Hauptſtück.
Sir Thomas Sherley's Elend in der Ge⸗ fangenſchaft zu Konſtantinopel.
Der Kranke, der ſeinen Aufenthalt veraͤndert, aber ſeinen Zuſtand nicht verbeſſert hat, findet wenig Troſt in der Veraͤnderung der Luft und des Klimas, weil ſeine Krankheit ihrer Natur nach jene Luſt oder jenes Vergnuͤgen ertodtet oder niederſchlaͤgt, welche ſich gewoͤhnlich zu einem geſunden Koͤrper geſellen. In einer aͤhnlichen Lage befand ſich auch Sir Tho⸗ mas bei ſeiner Verſetzung von Negropont nach Konſtantinopel. Denn ſowohl die Behaudlung, die er unterwegs erlitt, als ſein Empfang dort, wa⸗ ren nicht ſehr geeignet, ihn zu troͤften. Er fand, daß er nur den Ort, aber nicht die Art ſeiner Gefangen⸗ ſchaft verwechſelt hatte. Den ganzen Weg zwiſchen Konſtantinopel, welche beide Orte fuͤnfhundert Meilen von einander entfernt ſind, legte er auf einem Maulthiere zuruͤck, denn er ritt auf einem Packſattel mit einer Galeerenkette an den Beinen, und eine an⸗ dere um ſeinen Leib, wobei ihm oͤfters die Beine un⸗ ter dem Bauche des Maulthiers zuſammen gebunden wurden. Bisweilen hatte er ſein Lager in Haͤuſern, bisweilen unter Baͤumen. Wenn ſie ja in eine Stadt kamen, worin ſich ein Stockhaus befand; ſo ſperrten ſie ihn dort ein, und wenn ſie keinen ſolchen Platz trafen, banden ſie ſeine Fuͤße mit einer kleinen Kette
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