dete, wie es eine ſolche wirklich geweſen waͤre, wenn er den Betruͤger gemacht haͤtte. Hieraus folgt, daß er die Unſchuld und die Wahrheit fuͤr ſich hatte. Und warum, wenn Nogdibeg dem Sir Robert Sher⸗ ley nicht Unrecht that, ließ ſich Schach Abbas ver⸗ lauten, es ſei gut fuͤr ihn, daß er ſich vergiftet habe, weil er ſonſt, wenn er an den Hof von Perſien gekommen waͤre, ſeinen Koͤrper in ſo viele Theile, als Tage im Jahr ſind, zerhackt, und ſie mit Hundekoth auf offnem Marktplatze verbrannt haben wuͤrde. Eben⸗ ſo durfte ſein Sohn, der ſich in unſerer Geſellſchaft befand, nicht an den Hof kommen, um ſeinen un⸗ gluͤrklichen Vater zu vertheidigen, bis Zenall Chan, Herzog von Tyroan, ſein Vetter, ſich fuͤr ihn ver⸗ wendet und durch Beſtechungen Friede und Zutritt bei Hofe fuͤr ihn ausgewirkt hatte,
Die Wahrheit iſt, daß Sir Robert Sherley ſich um den Koͤnig von Perſien wohl verdient ge⸗ macht hatte. Da er aber alt und zu weiteren Dien⸗ ſten unfaͤhig war, wurde er damit belohnt, an ſeiner Ehre in dem Augenblicke gekraͤnkt zu werden, wo er
auf Dank und Anerkennung glaubte Anſpruch machen zu koͤnnen. Dieſe und andere aͤhnliche Urſachen zum Mißvergnuͤgen, denen jeder Sterbliche unterworfen iſt, betruͤbten ihn ſo ſehr, daß er bald hierauf einem Fieber⸗Anfalle und Schlagfluſſe unterlag, daß er den 13. Juni der Welt entſagte, und aus Mangel eines


