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und von getriebener Arbeit in Golde, der Fußboden aber mit koſtbaren ſeidenen Teppichen belegt war. Dieſe Halle oͤffnete ſich in einem großen viereckigten Hof, in welchem rings umher die vornehmſten Ein⸗ wohner der Stadt, und in einem zweiten Hofe fuͤnf⸗ hundert gemeine Leute aufgeſtellt waren, welche der Herzog ſaͤmtlich eingeladen hatte, um hierdurch ſeine Groͤße zu zeigen.
Am obern Ende des Saals befand ſich ein Thron⸗ himmel von ſcharlachfarbenem Atlas, der mit Perlen und geſtickt war, unter dem der Herzog mit unter⸗ ſchlagenen Beinen auf bloßem Teppiche ſaß. Zu ſei⸗ ner Rechten befand ſich der Fuͤrſt von der Tartarei; zu ſeiner Linken unſer Geſandter; naͤchſt ihm des Her⸗ zogs aͤlteſter Sohn oder Beglerbeggen, deſſen Kopf drei Jahre ſpaͤter, naͤmlich 1632 auf Befehl des jungen Koͤnigs einer geringfuͤgigen Urſache halber abge⸗ ſchlagen wurde. Nach dieſem kam der gefangene Koͤ⸗
nig von Ormus, welcher taͤglich fuͤnf Mark zu ſei⸗ nem Unterhalte erhielt, und ihm zunaͤchſt waren die zwei ungluͤcklichen Prinzen, ſeine Soͤhne, in deren Geſellſchaft wir uͤbrigen Gentlemens unſere Sitze au⸗ gewieſen erhielten. Auf der andern Seite neben dem Fuͤrſten von der Tartarey, ſaß der Fuͤrſt von Geor⸗ gien, ein Herr von tapferem Anſehen, und nicht min⸗ der brav in Waffenthaten. Er war ſeines Glaubens ein Chriſt.


