Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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geren Staͤrke ſeiner Armee, indem die Duͤrken immer

dreimal hundert tauſend Mann in Bereitſchaft hatten. Allein jener Ehrgeitz, den er ſich bei allen ſeinen Handlungen zum Ziele ſetzte, ließ ihn alle Furcht und Verzagtheit bei Seite ſetzen. Denn er hatte nicht ſo⸗ bald die Nachricht von den Drohungen der Duͤrken vernommen, und die Weigerung ſeines freundlichen

Auerbietens, als er dieſen dreißig tuͤrkiſchen Anfuͤh⸗

rern die Koͤpfe abſchlagen, und ſie nach der perſiſchen Sitte auf den Piken ſeiner Soldaten im Triumph an dem Marktplatz herum tragen ließ, und in ſeinem Zorne ſchwur, daß dieſer Tag dem Feinde verderblich werden ſollte, indem er entſchloſſen ſei, als Sieger wiederzukehren, oder im Felde zu bleiben. Er ordnete

demnach ſeine Soldaten in aller Eile zur Schlacht,

die, als ſie den Feind erblickten, wohl muthmaßen konnten, daß ihrer zehen gegen Einen ſeien, was ſei⸗

nen Leuten ſehr den Muth benahm. Als er dieſes

gewahr wurde; ſo fing er an, ſie auf folgende Weiſe zu ermuthigen:

„Wuͤrdige Krieger und Soldaten Perſiens! ich brauche Euch nicht in einer langen Rede erſt Muth einzufloͤßen, und ſo Oel in die Flammen zu gießen, oder ein ungezuͤgeltes Roß zu ſpornen. Eure fruͤhere tapfere Entſchloſſenheit, die Ihr ſowohl in der letz⸗ ten, als in vielen andern Schlachten bewieſen habt, gibt mir die Verſicherung, daß, wenn die Feinde noch um vieles ſtaͤrker waͤren, wir doch bei der guten und gerech⸗

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