Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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nicht, daß ein Menſch auf der Erde Suͤnden vergeben kann, ſondern allein Gott der Vater, und was Chri⸗ ſtus belangt, ſo halte ich ihn fuͤr einen großen Pro⸗ pheten, ja fuͤr den groͤßten, den es je gegeben hat, und ich glaube in der That, daß wenn ein Menſch Suͤnden vergeben koͤnne, er es ſeyn muͤſſe. Denn ich habe geleſen, daß er große Wunder verrichtete, als er auf der Erde wandelte. Er war von einem Weibe geboren, und ich habe geleſen, daß ein Eugel Gottes zu dieſem kam, es auhauchte, und daß es ſo empfing. Ich habe ebenfalls von ſeiner Kreuzigung durch die Juden geleſen, welches ſie mir ſehr verhaßt gemacht hat: denn von dieſer Stunde an wird keiner mehr in meinem Lande. geduldet.“ Der Moͤnch war zum Schweigen gebracht, und wir alle wunderten uns, den Koͤnig ausnehmend gut raiſoniren zu hoͤren, da er doch nur ein Heide war. Er erzaͤhlte dem Sir An⸗ ton, daß er in ſeinem Herzen beinahe ein Chriſt ge⸗ worden waͤre, ſeitdem er zu ihm gekommen ſei.

Nach Verlauf von zwei weiteren Wochen waren des Koͤnigs Briefe an alle chriſtliche Fuͤrſten ausgefer⸗ tigt, welche dem Sir Anton von dem Koͤnige uͤber⸗ geben wurden. So nahmen wir alſo unſern Abſchied aus Ispahan, und der Koͤnig begleitete uns zwei Tage auf die Reiſe, worauf er mit ſchwerem Herzen von Sir Anton Abſchied nahm. Er faßte ſeinen Bruder, den Six Nobert Sherley, den wir zu⸗