Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Tage ritt ihm Sir Anton mit hundert Reitern vier Meilen weit von Jspahan entgegen, brachte ihn ſo nach der Stadt, und logirte ihn in ſeine Wohnung

ein. Am nachſtfolgenden Tage ſtellte er ihn dem Koͤ⸗

nig vor, der ihn wegen Sir Anton koͤniglich em⸗ pfing, und ihm ein mit Diamanten, Tuͤrkiſen und Rubinen beſetztes goldnes Kruzifix gab, welches dem Koͤnig vom Presbiter Ihan(Johaun) uͤberſchickt worden war, wie uns der Koͤnig ſelbſt zeigte. Der Koͤnig fragte den Moͤnch, woher er komnte? Der Moͤnch antwortete, daß er vom Papſte zu den Chriſten in dieſe Laͤnder geſchickt ſei. Der Koͤnig fragte, wer der Papſt ſei: denn ob er es gleichwohl wußte, ſo ſtellte er ſich dennoch, als ob er nie von ihm gehaͤrt habe. Der Moͤnch antwortete, daß der Papſt Chriſti Statt⸗ halter auf der Erde ſei, um zu verzeihen, und die Suͤnden zu vergeben.„Dann,“ fuhr der Koͤnig fort, „muß er ein ſehr alter Mann ſeyn, wenn er ſeit der Zeit immer auf der Erde gewefen iſt, da Chriſtus von den Juden gekreuzigt wurde.“„Nein,“ ſagte der Moͤnch;„es hat ſeit jener Zeit viele Paͤpſte gegeben: denn wenn einer ſtirbt, ſo kommt ein Anderer ant deſſen Stelle.“„Wie,“ ſagte der Koͤnig,„ſind ſie denn irdiſche Menſchen, welche in Italien oder Rom geboren werden?“„Ja,“ ſagte der Moͤnch.„Allein haben ſie je mit Chriſtus oder Gott dem Vater geſpro⸗ chen?“ fragte der Koͤnig.„Nein t“ eutgegnete der Moͤuch. Der Koͤnig antwortete hierauf:„ich glaube 20fes B. Perſten. I. 2, 3