152
fes, den er vor ſeinem Bruder voraus hatte, vorzog, ſich auf ſeine Geſandtſchaftsreiſe zu begeben, und hier⸗ auf ſo ſchnell wieder zuruͤckzukehren, als es ihm moͤglich ſei; wenn ihn kein Mißgeſchick auf der Reiſe betroffen haͤtte. Sir Anton bat den Koͤnig hierauf, einen Perſer von hohem Range mit ihm zu ſchicken, um ihn zu bezeugen, wie ſehr der Koͤnig die Freund⸗ ſchaft der ehriſtlichen Fuͤrſten wuͤnſche. Dem Koͤnige geſiel dieſer Vorſchlag ſehr wohl, und waͤhlte einen, welcher lange in ſeinem Gefolge geweſen war, und ſich Selane Olibeg(oder Cuchin Allibi nach Sherley) nannte, dem er eine hohe Wuͤrde verlieh, und ihm erlaubte, ſechszehn Mann zu ſeiner Bedie⸗ nung mit zu nehmen. Ueberdieß verſprach der Koͤnig dem Sir Anton, allen Fuͤrſten Geſchenke von großem Werthe zu ſchicken.
Nachdem dieſe Verhaͤltniſſe angeordnet waren, kam ein Franziskaner zu uns nach Ispahan, und er⸗ zaͤhlte dem Sir Anton, wie er es um ſo mehr wage, ſich an ihn zu wenden, als er ein Chriſt ſei, und daß noch ein anderer Moͤnch, ein Dominikaner komme, welcher Biſchof zu Ormus und ein gebor⸗ ner Portugieſe ſei, der ſich wegen wichtiger Geſchaͤfte u dem Koͤnige von Spanien begebe. Sein Verlangen
war, daß Sir Anton fuͤr dieſen die Gnade beim Koͤ⸗ nig erwirken moͤchte, in ſeiner eigenen Kleidung oder ſeinem Habit erſcheinen zu duͤrfen, welche Gunſt Sir Anton von dem Koͤnig auch erhielt. Am folgenden


