ben wir zwei Tage liegen, um auszuruhen, weil der Platz ſo angenehm war, und das Volk ſich ſo freund⸗ lich gegen uns benahm; allein den Namen von dem Ort habe ich vergeſſen, weil er nicht aus alten Zeiten ſtammte.
Von da zogen wir weiter durch das Land, das wir jetzt weit beauemer und angenehmer zu unſerer Reiſe, als zuvor, und das Volk weit beſcheidener und freund⸗ licher fanden, ſo, daß wir uns freuten, nach ſo viel⸗ faͤltig beſtandenen Gefahren eine ſo große Veraͤnderung zu finden. Auf unſerem Zuge durch dieſes Land ſahen wir viele zerſtoͤrte Orte, welche, wie uns von Juden und Tuͤrken erzaͤhlt wurde, Tamerlan erobert hatte. Denn ſein Name iſt noch bis auf den heutigen Tag in gutem Andenken unter ihnen. Wir hatten vier oder fuͤnf Tage zu reiſen, bis wir an einen Platz kamen, welcher der Bemerkung werth iſt, dieſes war Hither⸗ bagg, wo ein Koͤnig wohnte, der ſich Koͤnig von
Hitherbagg nennt. Er hat nur dieſe Stadt, welche
rings von einem Felſenwalle umgeben, und auf dieſe Weiſe unuͤberwindlich iſt.
Der Koͤnig lebt hier auf ſtattlichem Fuße, und iſt ein ſo wohl beleibter Mann, als wir irgend einen auf unſerer ganzen Reiſe antrafen. Er ſteht immer im Buͤndniſſe mit dem Koͤnige von Perſien, und bietet dem tuͤrkiſchen Kaiſer Trotz: denn die Tuͤrken moͤch⸗ ten dieſen Platz gerne erobern, koͤnnen aber nicht.


