Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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Hier ſchlugen wir, zwei Tage lang unſere Zelte in ei⸗ nem ſehr angenehmen Thale unterhalb der Stadt auf, wohin uns der Koͤnig und ſein Gefolge begleitete, welcher mit uns ſcherzte, uns ſehr freundlich begegnete, uns auch erlaubte, zu zwei und zwei in ſeine Stadt zu gehen, was eine ſehr große Beguͤnſtigung von ihm war, da er keinem Fremden den Eingang in die Stadt zu erlauben pflegt. Die Stadt hat nur ein Thor, peelches nicht weiter iſt, als daß ein einzelnes Pferd durchgehen kann. In der Mitte der Stadt befindet ſich ein ſehr feſtes Kaſtell mit Geſchuͤtz bepflanzt, wo, rin der Koͤnig ſich ſelbſt aufhaͤlt. Dieſes Kaſtell be⸗ herrſcht die ganze Umgegend ſo, daß kein Geſchuͤtz zur Errichtung einer Batterie aufpeſtellt werden kann, ohns den Verluſt von vielen Tauſenden. Denn der tuͤr⸗ kiſche Kaiſer ſchickte einſt eine große Armee dagegen aus, allein nach einem Tage und einer Nacht Dienſt, waren die Tuͤrken genoͤthigt zu entfliehen, nachdem ſis mehr als die Haͤlfte ihrer Leute auf dem Platze gelaſ⸗ ſen hatten. Dieſer Koͤnig ſprach uns vielen Muth zu⸗ indem er uns verſicherte, daß wir an dem Sophi von Perſten den beruͤhmteſten Fuͤrſten der Weit, ſo⸗ wohl in Ruͤckſicht ſeiner Guͤte, als Tapferkeit finden wuͤrden, und daß er ein großer Freund der Chriſten ſey. So nahmen wir denn Abſchied von ihm, ſetzten unſere Reiſe fort und langten wenige Tage nachher gluͤcklich in dem Koͤnigreiche Perſien an, ohne ei⸗ nen eintigen Mann von unſerer Begleitung vorloren