Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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zaͤhlten ihm aber, daß wir Kauffeute ſeien, welche nach DOrmus reiſten, woran er jedoch nicht glauben wollte, ſondern ſeinen Soldaten befahl, uns feſt zu nehmen. Da ſie uns jedoch mit geladenem Gewehr auf unſerer Huth, und Willens ſahen, eher zu ſterben, als uns an ſolche unhoͤfliche Heiden zu ergeben; ſo waren ſie nicht ſehr zudringlich, ſondern begnuͤgten ſich, ein klei⸗ nes Geſchenk anzunehmen, wogegen ſie uns erlaubten, die Nacht dort zu bleiben, und uns fuͤr unſer Geld die noͤthigen Beduͤrfniſſe, die wir bei ihnen haben konn⸗ ten, zu verſchaffen.

Am folgenden Morgen reiſten wir ſehr fruͤhzeitig weiter und kamen nach Curdia, ein Land, welches von einer ſehr diebiſchen und viehiſchen Nation bewohnt wird. Sie haben keine Haͤufer, ſondern leben in Zel⸗ ten und Hoͤhlen; beſtellen ihre Fruchtfelder zweimal des Jahres, und ziehen mit ihren Zelten von Ort zu Ort; ſie reiten gewoͤhnlich auf Kuͤhen und Ochſen, und ſchlagen ihre Wohnung meiſtentheils in der Naͤhe eines kleinen Fluſſes, Namens Hadno auf. Ihre Kleidung iſt ſebr ſchlecht: denn ſie tragen nur ein Hemd, und uͤber dieſes einen Rock von rohen Fellen, und auf ihrem Kopf einen zuſammen gebundenen Lap⸗ pen. Sie kamen oͤfters zu Vierzigen, bisweilen mehr oder weniger, zu uns, und wenn wir nicht genau auf ſie Acht hatten, dann pflegten ſie zu ſtehlen, was ih⸗ nen unter die Finger kam.

Bei Nacht waren wir genoͤthigt gut aufzupaſſen: