Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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ebenfalls einer ihrer Heiligen begraben, zu deſſen Gra⸗ be ſowohl Perſer als Tuͤrken alljaͤhrlich Pilgerfahrten an⸗ ſtellen. Von hier zogen wir fuͤnf oder ſechs Tage durch die Wuͤſte, bis wir an eine ſogenannte Wildniß kamen, welche ein dickes Gehoͤlz war, durch welches ein klei⸗ ner Strom fließt, wo wir ruͤckſichtlich des Waſſers unſere Zelte aufſchlugen: denn wir hatten zwei Tage lang kein Waſſer zum Trinken.

Ohngefaͤhr zwei Meilen von uns lagen 10,000 Tuͤrken, welche aus dieſen Gegenden, wie uns erzaͤhlt wurde, nach Ungarn marſchirten. Als ihr General erfuhr, daß wir in ſeiner Naͤhe ſeien, kam er zu uns, und wir waren ſehr bange fuͤr unſer Leben; allein er hatte die Geſinnungen eines Soldaten, und ließ uns ruhig und ohne Beſchwerde unſere Straße ziehen. Nachdem wir einen Tag und eine Nacht hier verweilt hatten, ſetzten wir unſere Reiſe fort, und kamen bei einem tuͤrkiſchen Kaſtell vorbei, mit Namen Tartange. Es liegen in dieſem Schloſſe immer zweihundert Sol⸗ daten, und es iſt wohl mit Geſchuͤtz verſehen. Wie waren nicht entſchloſſen hier zu bleiben; allein als ſie uns vorbeiziehen ſahen, ließen ſie uns durch zwei Or⸗ donanz⸗Stuͤcke, Halt zu machen, befehlen. Um uns alſo keiner Gefahr auszuſetzen, hielten wir ſtille, und ſchlugen unſere Zelte unter den Mauern des Kaſtells auf. Der Gouverneur war ſehr neugierig uns zu fra⸗ gen, wer wir ſeien, indem er uns befahl, ihm unſere Gewebre, Pulver und Kugeln auszuliefern. Wir er⸗