eine Stadt anzutreffen; uͤberdieß iſt das Land außer⸗ ordentlich unfruchtbar. Wir wunderten uns wie der tuͤrkiſche Kaiſer ſo viele Soldaten in das Feld ſtellen kann, da das Land ſo ſchlecht bevoͤlkert iſt.
VI. Hauptſtuͤ ck. Reiſe von Aleppo, durch die arabiſche Wuͤſie uͤber Babylon nach Perſien.
Nachdem wir uns fuͤnf Wochen lang zu Aleppo bei den engliſchen Kaufleuten aufgehalten hatten, ver⸗ ſah ſich Sir Anton Sherley mit einigen Waaren, wie z. B. mit Stuͤcken von Goldſtoff, zwoͤlf Bechern mit Smaragd und Juwelen von großem Werth, die er dem Sophi von Perſien zu uͤberbringen beab⸗ ſichtigt hatte, wenn ihn nicht ſein Mißgeſchick daran verhindert haͤtte. Zu Aleppo mietheten wir Kame⸗ le, Eſel, Maulthiere und Pferde, um uns von da nach einer Stadt zu bringen, die von den Tuͤrken Beer, ſonſt auch Berſada genannt wird, und wo⸗ hin uns ein Tuͤrke begleitete, den ſie Cadi nannten, und der ſich als Geſandter des Großſultans zu dem Paſcha oder Vizekoͤnig von Bagdad, ſonſt auch Ba⸗ bylon genannt, begab. Auch begleiteten uns vier engliſche Kaufleute von Aleppo nach Beer, wohin wir vier Tagereiſen hatten. In Beer angekommen ſchifften wir uns nach einem Aufenthalte von fuͤnf


