Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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manchen bis auf ein Dutzend und mehr oder weniger. Dieſe Knaben werden Pardaſches genennt, ſehr koſtbar in Kleidung unterhalten, und von ihnen auf eine viehiſche Weiſe ſtatt der Weiber gemißbraucht. Denn waͤhrend des ganzen Sommers halten ſie ihre

Weiber in ihren Haͤuſern eingeſchloſſen, und bedienen

ſich dieſer Knaben. Man ſieht ebenfalls auf ihren Maͤrkten Chriſten verkaufen, Maͤnner, Weiber und Kinder, als wenn ſie Schaafe oder Vieh waͤren, wel⸗ ches ich ſehr beherzigte. Es ſind auch noch bis zu dieſer Stunde einige von Mahomets Nachkommen vorhanden, die von ihnen in großen Ehren gehalten werden. Denn ein Wort von ihnen gilt eben ſo viel, wie das von ſieben andern Menſchen. Sie ſind leicht iu erkennen: denn ſie tragen immer gruͤne Turbane. Es befand ſich ebenfalls waͤhrend unſeres Aufenthaltes zu Aleppo ein Tuͤrke, ein ſehr fetter und außeror⸗ dentlich kurzer Mann daſelbſt, der immer nackt an der Ecke der Straße mit einem kleinen Spieße in der Hand, ſaß, und den ſie fuͤr einen großen Propheten hielten. Er hatte den ganzen Tag großen Zulauf, und ſie hegten eine ſo hohe Meinunz von ihm, daß ſie denjenigen fuͤr ſelig achteten, der von ſeinem Spieße getoͤdtet wuͤrde. Denn waͤhrend der kurzen Zeit un⸗ ſers Aufenthaltes daſelbſt, erſtach er ihrer drei. Die Tuͤrkei iſt nicht ſehr bevoͤlkert, ausgenommen, in ih⸗ ren großen Staͤdten: denn ein Mann kann drei oder vier Tage hinter einander reiſen, ohne ein Haus oder

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