Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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83 ſondern ſie wollten auch mit Gewalt einen Knaben von uns haben, welcher Sir Antons Page war. Sir Anton aber ſchwur, daß er lieber ſein eigenes Leben einbuͤßen, als zugeben wolle, ihn oder einen ſeines Gefolges auf dieſe Weiſe zu verlieren. Allein da wir am Ende dieſer unhoͤflichen Gaͤſte gerne los ſeyn wollten; ſo ſuchten wir ſie mit 12 Goldſtuͤcken, welche man zu Venedig Zechinen nennt, zu befrie⸗ digen, und ſo ließen ſie uns gehen. Von hier ſetzten

wir unſere Reiſe nach Antiochia fort, welches zwei

und eine halbe Tagreiſe von Orontes liegt, wohin wir ritten, und unſer Gepaͤcke auf Kamelen und Eſeln, die wir zum Gluͤcke von den Tuͤrken gemiethet hatten, fortbringen ließen. Als wir nach Antiochia kamen, logirten wir in einem Hauſe, das von zwei Janit⸗ ſcharen, gebornen Ungarn bewohnt war, die beide Bruͤder, und Tuͤrken eidrden waren. Sie begegne⸗ ten uns freundlicher, als die uͤbrigen, und da ſie eine Art von Befehlshaberſtelle auf dem Platze bekleideten, ſo gaben ſie uns die Erlaubniß, frei in der Stadt herum zu gehen, indem ſie uns Jemand zur Beglei⸗ tung mitgaben, um uns zu beſchuͤtzen. Antiochia

liegt an dem Abhange eines Huͤgels; die Stadt iſt

ſehr in Verfall gerathen; zu dieſer Stunde ſtehen al⸗ lein noch die Stadtmauern feſt. Hier liegt der heilige Lorenz begraben, welcher von Como hierher ge⸗ bracht wurde. Die Chriſten, welche in der Tuͤrkei wohnen, bezahlen iaͤhrlich einen Tribut an die Tuͤr⸗