Teil eines Werkes 
1. Th., 1. Bdchn (1828)
Entstehung
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len einen Leck, welches uns einen Aufenthalt von 9 Tagen verurſachte, ehe es wieder in ſegelfertigen Stand geſetzt werden konnte. Hier fanden wir eine koͤnigliche Aufnahme, vorzuͤglich von Seite eines der Gouverneurs, deren einer ein Grieche, und der an⸗ dere ein Italiener war. Die Stadt Kandia iſt eine Garniſonsſtadt, und beſtaͤndig liegen bei 1800 Mann Soldaten daſelbſt. Der griechiſche Gouverneur ließ vier Befehle ergehen, des Inhalts, daß wir bei Tag und Nacht die Freiheit haben ſollten, ruhig und un⸗ gehindert bei der Haupt⸗ und den Schildwachen vor⸗ beigehen zu duͤrfen, was eine beſondere Verguͤnſtigung war. Beſonders freundlich behandelten uns die Buͤr⸗ ger, vorzuͤglich die Frauen vom Stande, welche uns oͤf⸗ ters Feſte mit Muſik und Tanz in ihren Gaͤrten gaben. Man kann ſie wohl die luſtigen Griechen nennen; denn wenn ſie Abends von ihrer Arbeit gehen, pflegen Maͤnner und Weiber in den Straßen auf und ab zu tanzen. Ohngefaͤhr eine halbe Meile von der Stadt, ſteht noch jetzt die Kapelle, in welcher der h. Paul predigte, die bis zu dieſer Stunde die St. Pauls⸗ Kapelle genennt, und von den Griechen in großer Ehre gehalten wird.

Von Kandia ſegelten wir nach Cypern, ein meiſt zerſtoͤrter Ort, welcher jetzt unter der tuͤrkiſchen Oberherrſchaft ſteht. Wir verweilten uns hier nicht uͤber zwei Stunden, waͤhrend welcher der Gouverneur des Platzes, ein Tuͤrke, an Bord unſeres Schiffes