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dig hoͤrte er zu ſeinem Gluͤck von einem großen Rei⸗ ſenden, der neulich erſt von dem Hofe Sophi's nach Venedig gekommen war. Er hieß Angelo, und war in der Tuͤrkey geboren, jedoch ein guter Chriſt, der 16 Jahre gereiſt und 24 Sprachen ſich zur Fer⸗ tigkeit aungeeignet hatte. Dieſer Angelo benachrich⸗ tigte den Sir Anton ebenfalls, welch trefflicher Mann der Koͤnig von Perſien ſei, daß er ein tapferer Sol⸗ dat, und ſehr wohlwollend gegen Fremde, und wie guͤtig er von demſelben an ſeinem Hofe aufgenommen worden ſei. Er verſicherte den Sir Anton zugleich, daß es ſehr zu ſeinem Vortheil gereichen werde, wenn er ſich dorthin begeben, daß er ihn dahin begleiten wolle, worin Sir Anton Sherley willigte; es jedoch ſehr geheim hielt, damit es nicht in der Tuͤr⸗ key lautbar werde, weil wir durch dieſes Land rei⸗ ſen mußten, und der tuͤrkiſche Kaiſer und der Koͤnig von Perſien nicht auf dem freundſchaftlichſten Fuße
mit einander ſtanden; ſondern blos einen Friedens⸗
Vertrag auf drei Jahre mit einander abgeſchloſſen hat⸗ ten, welcher jetzt abgelaufen war.
So verließen wir Venedig, und gingen nach Malamoco, etwa fuͤnf Meilen von Venedig, wo wir mehrere Schiffe fanden, unter andern auch ei⸗ nen Kauffahrer, welcher nach Skanderum beſtimmt war, auf dem wir uns einſchifften, und ein ſchweres Geld fuͤr unſere Ueberfahrt bezahlen mußten. Der Wind war uns jedoch ſo ſehr entgegen, daß wir 24


