Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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dunkle Kleider und Stiefel; dagegen die Tuͤrken weite bunte Kleider, und nie Stiefel außer bei ſchlechtem Wetter, und dann aus gelbem Leder. Das Frauen⸗ Geſchlecht, das ſelten auskoͤmmt, traͤgt einen aus Baumwolle gewebten Schleier, und uͤber ihre Kleider einen Karmoiſin oder Violblauen ſammeten Mantel, mit großen ſilbernen Knoͤpfen von der Groͤße einer Nuß, welche aber inwendig hohl ſind.

13) Athen iſt ins Theile abgetheilt, die folgend⸗ Benennung fuͤhren: Placa, oſtwaͤrts gegen den Fa⸗ nari; Sotiras tou Cotaki, die Gegend der Kirche Licodemon; Monucaluftis, in der Mitte der Stadt. gegen die neue Moſchee tis Beynas zu; Rouombi in der Gegend der Kirche Panagia Camoucariaz Boreas Platama, an der Nordſeite der Stadt; Pſiri, an der Weſtſeite derſelben; Agioi bolim⸗ boi oder Olimpoi an der Seite des Cheſeiſchen Tempels. Es treibt Handel mit Oel, Anis, Kuͤm⸗ mel, Wolle, Schafkaͤſen, Honig, gelbem Wachs, Kor⸗ duan, Faͤrbe⸗Koͤrnern,(Pernokoki), grober und ſeiner Seide und Seife, welche aus der Aſche des Maſtix⸗ Baumes bereitet iſt, und hat Ueberfluß an Eßwaaren, Vieh und Fiſchen, welche man Nachts mit Huͤlfe ei⸗ nes Lichts im Meere mit einer dreiſpitzigen langen Ga⸗ bel faͤggt. Sein Wein, der auf Pech liegt, iſt vor⸗ trefflich, ſo auch ſeine Oliven, deren es hier eine Gat⸗ tung gibt, die kein Oel geben, aber aͤußerſt ſchmack⸗ baft ſind, und Colymbades genannt werden.