Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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wenn ſie bei einem Sturme ankerlos wuͤrden, nicht Gefahr liefen, zertruͤmmert zu werden, da er ohne Feh ſen iſt, und auch noch nahe an den Ufern Tiefe ge⸗ nug hat. Von der kleinen Pyraͤeiſchen Stadt iſt nichts mehr uͤbrig; noch weniger von den ſchoͤnen Gaͤn⸗ gen, deren Pauſanias gedenket. Das einzige Ge⸗ baͤude, das ſich allda befindet, iſt ein Kaffee⸗ und Zoll⸗ Haus. Wenn man von hier nach Athen, zuruͤckkehrt, ſieht man noch den Grund der Mauer, welche den Pyraͤeus mit der Stadt verband. Sie heißt die lange Mauer, und zieht ſich sMeilen fort bis nach Athen, welches in dieſer Entfernung vom Hafen iſt. Die Straße, die von dem Pyraͤeus nach Athen fuͤhrte, hieß die Pyraͤeiſche, und war auf beiden Seiten mit Haͤuſern verſehen; jetzt ſieht man nichts als Felder und Oliven⸗Baͤume.

12) Zu Athen koͤnnen 8 9000 Seelen wohnen, von welchen 3 Viertheile Griechen, die uͤbrigen Tůr⸗ ken ſind; Juden werden in ihr nicht geduldet. Sie hat 4 Moſcheen, und eine fuͤnfte auf der Feſtung. Die Tuͤrken reden ihre Sprache, jedoch nicht ſo zien⸗ lich, wie zu Konſtantinopel, voerſtehen auch Griechiſch, wie auch einige Griechen das Tuͤrktſche ver⸗ ſtehen. Das Griechiſche, weiches hier geredet wird, iſt reiner, als auf den uͤbrigen Inſeln des Archi⸗ pels, welches viel Italieniſche Worte aufgenemmen hat. Griechen und Duͤrken ſind durch die Dracht vel ſchieden. Die Griechen tiagen enge, ſchüvarze odet