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Ehe wir Athen verließen, beſuchten wir auch die Inſel Salamina. Dieſe wird nun Colouri ge⸗ naunt, hat ein großes Dorf gleiches Namens, und ei⸗
nen vorzuͤglichen Seehafen. Dieſer iſt 1— italiſche Meilen lang, und 3 Meilen breit, hat ſehr guten An⸗ ker⸗Grund, und eine etwas gekruͤmmte Einfahrt, ſo daß, wenn man in dem Hafen iſt, es ſcheint, als be⸗ faͤnde man ſich in einem rings mit Daͤmmen und Huͤ⸗ geln verwahrten See. An dem ſuͤdlichen Ende dieſes Hafens liegt das ſchon genannte Dorf Salamina, deſſen Lage jedoch nicht die der alten Stadt Sala⸗ mina iſt, welche von hier 4—s italiſche Meilen ent⸗ fernt, bei einem kleinem Dorfe Namens Ambaki, was uns die Steinhaufen daſelbſt und der Name Sa⸗ lamina, auf einem Stein deſſelben bewieſen. Dieſe Inſel hat 15 Meilen im Umkreiſe, und nicht mehr, als die beiden genannten Doͤrfer.
Sechſtes Buch.
Als wir nach Athen izuruͤckgekommen waren, wuͤnſchten wir Eleuſis, Megara, und Korinth zu ſehen. Da wir alle Merkwuͤrdigkeiten von Athen geſehen hatten, ſo verließen wir es 1676 am 15. Febr., und kamen nach Eleuſis auf dem heiligen Weg; denn ſo nannte man wegen der Eleuſiniſchen Myſterien den Weg, der dahin fuͤhrte. Auf dieſem Wege ſetzten wir uͤber den Cephiſſus, und ſahen eine


