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gebaut hat, iſt zweimal ſo lang als breit, und hat einen von 46 Saͤulen getragenen Gang um ſich. Nach⸗ dem wir den Tempel von Auſſen beſehen hatten, die Figuren ſowohl an den Frontſpitzen, wie an den Saͤu⸗ len, traten wir in ihn hinein. Er iſt von Innen ganz finſter, und erhaͤlt, wie die meiſten heidniſchen Tempel, ſein Licht nur durch die Thuͤre. Dieſes mag auch der Grund ſeyn, daß man in ihm keine Bildhauer⸗Arbeit antrifft. Ehemals war er, wie ſchon gemeldet wurde, eine ehriſtliche Kirche, wovon noch ein Himmel uͤber einen Altar, ein Predigtſtuhl, und am Gewoͤlbe das Gemaͤhlde der h. Jungfrau uͤbrig iſt. Er iſt ganz aus Marmor, welcher auf dem Berge Pentelieus gebrochen wurde, gebaut, den aber die Tuͤrken ganz aus unverzeihlicher Thorheit mit weiſſer⸗Farbe uͤbertuͤnchen ließen.
2) Wir verließen den Tempel der Minerva, und ſuchten andere Alterthuͤmer auf. Wir waren noch nicht weit zwiſchen den alten Mauern und den Woh⸗ nungen der Soldaten fortgegangen, ſo fanden wir auf der Seite, welche der Stadt zugewendet iſt, den ereceteiſchen Tempel. Man kennt ihn an zwei Merkmalen, welcher Pauſanias gedenkt; zum er⸗ ſten, daß er doppelt iſt, oder daß zwei Tempel an einander gefuͤgt ſind; zum andern, weil man hier den Salz⸗Brunnen trifft, den wir aber nicht ſehen konn⸗ ten, weil er von den Mauern des Serails, in das gußer dem Verwalter Niemand gehen darf, einge⸗


