Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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gleichweit abſteht. Eine dieſer Anhoͤhen gegen Weſt, iſt der Berg Muſaͤum; die andere gegen Nord⸗Oſt iſt der Anchesmus, welcher unwegſam und oben nicht eben iſt, ſondern in ſpitzige Felſen auslaͤuft. Wenn man in die Feſtung durch den Vorhof geht, ſieht man rechts den Tempel des Pauſanias. Dieſer iſt nach joniſcher Art gebaut und etwa 15 Schub breit. Zur Zeit iſt er in einen Pulverthurm verwen⸗ det. Ihm gegenuͤber zur Linken des Weges ſteht ein anderes ſchoͤnes Gebaͤude, welches einige fuͤr das Zeug⸗ haus Lykurgs, ich aber fuͤr einen Tempel halte⸗

Es iſt nach doriſcher Art aufgefuͤhrt, hat aber inwen⸗ dig joniſche Saͤulen, und dient als Zeughaus. Nach⸗ dem wir auch die 3 Thore, die Figuren und Mar⸗ mor⸗Inſchriften uͤber ſie geſehen hatten, gingen nir, die große Moſchee zu betrachten, welche ehedem der TDempel der Minerva war, und von Pauſanias Parthenon genannt wird. Dieſes wunderſchoͤre Gebaͤude, welches bezaubert und Ehrfurcht gebietet, war, bevor es eine Moſchee wurde, eine ehriſtliche Kirche. An ſeinen Frontſpitzen hat es herrliche⸗ Bas⸗Relifs, deren Darſtellungen ſich auf den Streit Minerva's und Neptun's wegen der Benennung der Stadt, und auf Kaiſer Hadrian beziehen. Sie ſind groͤßtentheils verſtuͤmmelt, jedoch einige Pferde noch zu ſehen, die denen des Phidias und Pra⸗

ritites, welche wegen der Pferde ſo beruͤhmt ſind, nichts nachgeben. Der Tempel, welchen Jetinus