Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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gange ſtehen ließe, oder ſie in der Hand truͤge. Da man dieſes auch bei Beſuchen von Privatperſonen auf deren Zimmer beobachtet, indem dieſe mit Fußteppi⸗ chen belegt ſind, wie die Moſcheen; ſo ſcheint mir, daß dieſes fuͤr ein beſonderes Zeichen der Ehrfurcht nicht zu halten ſey.

Dieſe beiden Moſcheen, wie die des Sultans Se⸗ lim, Mahomet und Bajazet, ſind nach dem Mo⸗ delle der Sophien⸗Moſchee erbaut, welche unter den 7 Hauptkirchen der Stadt noch immer die ſchoͤnſte iſt. Dieſe Moſchee ſteht naͤchſt dem Serail, und war zu⸗ vor eine chriſtliche Kirche; dann iſt ſie erſt in eine Mo⸗ ſchee umgewandelt worden. Sie iſt ein uͤberaus wei⸗ ter und heller Thurm, der auf den Seiten mit ſchoͤnen Marmorſaͤulen unterſtuͤtzt wird und an den Mauern guch ganz mit ſolchen angefuͤllt iſt. Wenn ſie auch der Peterskirche an Groͤße und kuͤnſtlicherem Baue nicht gleich kommt; ſo bleibt ſie doch immer ein wunder⸗ ſchoͤnes Gebaͤude. Um dieſe Sophienkirche ſtehen 4 Mauſoleen, Begraͤbniſſe, die nach Art der Thuͤrme er⸗ baut, und von Innen mit Marmorſaͤulen, Lampen und Wachskerzen, die unten außerordentlich dick ſind, gegen oben aber ſich ſpitzen, geziert ſind. Etwas wei⸗ ter davon in der großen Straße ſteht das Mauſo⸗ leum des Großveziers Mahomet Coprogli Bachg.

Wir wuͤnſchten ſehr, Adrianopel zu ſehen, und hatten großes Verlangen dahin zu reiſen; allein wir hoͤrten, daß dort die Peſt wuͤthete, und taͤglich