Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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ſem Obeliſken, welcher so Schuhe hoch iſt, in der Mitte dieſes Platzes ſteht, und unter dem Kaiſer Dheo⸗ dorikus aufgerichtet wurde, ſind da noch 4 andere Saͤulen, welche ehemals die Ziele beim Rennen an⸗ zeigten.

Auf dieſem Platze ſieht man auch 3 eherne Schlan⸗ gen, die in einander gewunden, gleichſam eine Saͤule bilden, doch ſo, daß ihre Koͤpfe oben auseinander ſte⸗ hen, und ein Dreieck bilden. Einige halten dieſes Al⸗ terthum fuͤr einen Dreifuß des Apollo, andere fuͤr einen Talismann der Stadt gegen Schlangen. Die⸗ ſen Platz verſchoͤnerte noch auf einer Seite das alte Serail, welches jedoch nicht praͤchtig iſt, auf der an⸗ dern die neue Moſchee des Sultans Achmets, welche eine der ſchoͤnſten zu Kon ſtantinopel iſt. Schoͤ⸗ ner als dieſe iſt die neue Moſchee der Sultanin. Sie iſt eines der ſchoͤnſten Gebaͤude, die man irgendwo ſe⸗ hen kann, man mag ſie von Innen, oder Auſſen be⸗ trachten; wenn auch ihre Baukunſt der unſtigen nicht gleich kommt, ſo ſteht ſie doch den hoͤchſten Kirchen Italien's nicht nach. Sie beſteht aus einem großen und 4 halben Thuͤrmen, die auf den Seiten ſtehen, nebſt 4 kleinen Thuͤrmen, welche auf jeder Ecke ſich befinden, wodurch alſo dieſes Gebaͤude 4 eckig wird. In die Moſchee iſt den Chriſten zur Zeit ihres Gebets nicht erlaubt zu gehen, wohl aber zu anderer Zeit. Die Turken halten dieſelbe ſehr reinlich; es tritt kein Tuͤrke ein, der nicht ſeine Schuhe entweder am Ein⸗