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berrlichſten Aublick, welchen man ſich denken kann, deſſen Entzuͤcken durch viele Cypreſſen⸗Baͤume und die vielen Moſcheen noch um vieles verſtaͤrkt wird. Je⸗ doch iſt Konſtautinopel mehr von Auſſen, als Innen ſchoͤn: denn die Straſſen ſind hier ſehr enge; auch muß man beſtaͤndig die Berge hinauf oder herab gehen. Nur eine einzige Straße, welche vor dem Tho⸗ re, durch welches man nach Adrianopel geht, bis zum Serail ſich hinzieht, darf man noch ziemlich ſchoͤn nennen.
Da viele Reiſende meiner Zeit und der beruͤhmteſte derſelben Tavernier, eine Beſchreibung von Kon⸗ ſtantinopel geliefert haben, ſo glaube ich derſelben uͤberhoben zu ſeyn. Am vollſtaͤndigſten hat Petrus Gyllius daſſelbe beſchrieben, der die Saͤule des Kaiſers Marcianus nicht kannte, welche auf dem Janitſcharen⸗Platze in dem Vorhofe eines Privathaufes 15 Schuhe hoch, und aus geſprengten Marmor gefer⸗ tigt iſt, da dieſelbe damals noch verloren war. Ihr Kapital iſt Korinthiſch. Auf ihm ſitzt ein zugehaue⸗ ner Quaderſtein, an deſſen Ecken Adler ſich beſinden. Da dieſer Kaiſer Chriſt, und den Chriſten, ihre Koͤr⸗ per zu verbrennen, nicht erlaubt war, ſo ſchloß, daß darin das Herz deſſelben aufbewahrt ſeyn moͤchte, was auch die unten ſtehenden Zerſe zu beſtaͤtigen ſchie⸗ den⸗ Sein Koͤrper mag unter der Saͤule begraben iegen.


