Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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Eine andere Saͤule, die mit Geſchichten von halb, erhabener Arbeit beſchrieben, und zur Ehre der Kaiſer Honorius und Arcodius errichtet iſt, ſteht in der Mitte der Stadt. Dieſe Saͤule iſt ganz aus Mar⸗ mor, aͤhnlich der Saͤule Trajan's zu Rom, jedoch nicht ſo kuͤnſtlich obwohl ſie viel hoͤher iſt: denn waͤh⸗ rend dieſe 123 Schuhe hoch iſt, mißt jene 147 Schuhe. Beide Saͤulen uͤbertrifft jene des Antonius, welche 177 Schuhe hoch iſt. Dieſe hat in ſich eine Treppe, welche aber zu beſteigen die Tuͤrken mir nicht erlaub⸗ ten. An ihr find viele Figuren von Meuſchen und Thieren bemerklich, die aber durch den Aberglauben der Tuͤrken ſehr zerſtoͤrt ſind. Die Muhametaner gkauben naͤmlich daß alle Bilder von Menſchen und Thieren, ſeien ſie gemalt, oder gemeiſelt, am Tage des Gerichts lebendig wuͤrden, und den Meuſchen verklagen, daß er ſie gefertiget, und des Schoͤpfers Allmacht nachzu⸗ ahmen ſich unterfangen haͤtte.

Noch eine Saͤule ſteht zur Seite der großen Straſ⸗

ſe, die nach Adrianopel fuͤhrt; ſie iſt ohne erha⸗

beue Arbeit; aber die koſtbarſte unter allen, da ſie aus Porphyr gefertigt iſt. Aus ihrer Inſchrift geht hervor, daß ſie vom Kaiſer Emanuel Comnenus erneuert warden ſei. Dieſe Saͤule ſoll diejenige ſeyn, in deren Nahe Arius geſtorben iſt.

Um die ſogenannte Saͤule des Pompelus, welche

am Eingange in das ſchwwarze Meer auf einem Fel⸗

ſen, nahe bei dem Dorfe Fanari ſteht, zu ſehen,