Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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land Dragonera, wie es die Franken, oder Trapo⸗ uiſi, wie es die Griechen nennen. Sie hat keine Fe⸗

ſtung, ſondern nur ein Dorf mit etwa 2000 Einwoh⸗ nern. Da die Einwohner groͤßtentheils Fiſcher oder Seeraͤuber ſind, wovon die Haͤlfte bei ihrem Fahren

auf gutes Gluͤck umkommt, ſo iſt das weibliche Ge⸗

ſchlecht, welches ſehr ſchoͤn und leicht verfuͤhrbar iſt,

bier weit zahlreicher, als jenes der Maͤnner. Unſer Kapitain kaufte ſich hier eine Jungfrau von ihrem eig⸗

nen Vater, welche ſich aber dagegen ſtraͤubte; wie uͤber⸗ haupt alle Weiber gegen dieſe That einen Abſcheu zu beweiſen ſchienen. Die Kleidung der Frauenzimmer iſt hier von eigener Art. Der Mieder iſt von rothen oder braunen Sammet, die Aermel, welche eine Elle weit

und lang ſind, beſtehen aus Zeug; der Rock, welcher

in viele Falten gelegt iſt, geht ihnen nicht uͤber die Knie, unter ihm reicht aber ein weiſſes Unterkieid her⸗ vor, welches aus Seide gewirkt und gefaltet iſt, und bis an die Schuhe geht. Sie beſchaͤftigen ſich mit dem Spinnen der Baumwolle welche auf dieſer Inſel waͤchſt, oder mit dem Verarbeiten der Seide, welche ſie von Ambros erhalten, aus welcher ſie Sacktuͤcher wirken. Man brennt auf dieſer Inſel beinahe nichts als geduͤrrte Kraͤuter: denn das Holz iſt aͤußerſt ſelten, weil es daſelbſt gar uicht gedeihet. So verhaͤlt es ſich guch mit dem Waffer; ein einziger großer Brunnen muß das ganze Dorf mit Waſſer verſehen.

24) Freitags den 23. Auguſt lichteten wir die An⸗