Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

172

ker, und fuhren zwiſchen den Inſeln Tine und My.

kone welche nicht mehr als 4— 5 Meilen von einan⸗ der entfernt liegen. Da erhob ſich ploͤtzlich ein Nord⸗ wind, durch welchen wir nns am anderen Morgen auf die Seite von Nikarea und Samos, welche wir gegen 30 Meilen zur Rechten liegen gelaſſen hatten, verſchlagen ſahen. Gegen Abend befanden wir uns an der Muͤndung des Kanals, der zwiſchen Chio und dem feſten Lande von Natolien iſt. Da dieſer Weg der unſerige nicht war, ſo nahmen wir einen großen Umweg, um von dem Eylande Venetiko vorbei zu

kommen, bei welchem wir auch nahe vorbeifuhren.

Sonntags war Windſtille, wobei wir die Inſel Seyros nebſt Calocero, welche von der Ferne ein Schiff⸗Segel zu ſeyn ſcheint, zur Rechten liegen lieſ⸗ ſen. Nachts wendete ſich der Wind gegen Suͤdoſt; wir fuhren daher zwiſchen den Inſeln Pſara, welche nur ein einziges Dorf hat, und Chio hin. Da wir fortwaͤhrend guͤnſtigen Wind hatten, ſo ließen wir Metelin, das alte Lesbos zur Rechten, und ka⸗ men am 268ſten Abends zwiſchen die Inſel Tenedos und das Land von Troja, oder Troas, wo uns eine ganz unerwartet eingetretene Windſtille veranlaß⸗ te, Anker zu werfen.

25) Ehe ich den Archipel verlaſſe, ſei es mir er⸗ laubt, den Leſer noch uͤber Einzelheiten deſſelben zu unterrichten. Chio iſt eine ſchoͤne Inſel mit einer guten Stadt und 12— 15 Doͤrfern, welche den Maſtix

—