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den anderen Morgen nicht weiter, als nahe bei dem Meerbuſen von Coxron waren. Da wir nicht weit von Brazzodi Mayna waren, ließen wir uns zum Vertreibe der Langenweile von Maynoten auf unſern Schiffen etwas von den Diebereien ihrer Landsleute erzaͤhlen. Unter vielen fuͤhrten ſie auch folgende Anek⸗ dote an. Einſt ſeien Kaufleute bei ihnen angelandet, und haͤtten ihre Guͤter in das Haus eines ſehr betag⸗ ten Mannes geſchafft, worauf derſelbe zu weinen an⸗ fing. Dieß fiel ihnen auf, und ſie fragten den Greis, warum er weine, da ihm doch Niemand etwas Unan⸗ genehmes zugefuͤgt habe. Ach! ſeufzte er: weil mein Sohn abweſend iſt, der euch beſtehlen und einen gu⸗ ten Fang machen koͤnnte!
20. Den vierten Tag nach unſerer Abreiſe von Zante gelangten wir zur Inſel Cerigo, ehemals Cythera genannt, dem Vaterlande der Veuus und Helena. Es iſt eine gebirgigte Inſel mit ſandigem duͤrren Erdreiche. Sie hat eine Citadelle, welche ge⸗ gen die Meeres⸗Seite, wo es ganz abſchuͤſſig iſt, ſehr
feſt iſt. Auf ihm kann man die 40 Meilen entfernte
Inſel Cand ia ſehen, und die Inſel Cerigotto, welche halb ſo weit entfernt iſt, und außerordentlich viele Gemſen hat. Man lebt hier ſehr wohlfeil, und trifft daſelbſt ſehr viele Haſen, Wachteln und Turtel⸗ tauben an, welche der Venus geheiligt waren. Vor dem Hafen der Citadelle iſt eine kleine Klippe, welche man wegen ihrer Geſtalt das Ey nennt. Der Haen


