164
laden hatte, zu begleiten, war bei der Flotte ſelbſt anweſend. 3 4
Wir hatten ſehr guͤnſtigen Wind, Weſtwind, wo⸗ durch wir die Strophatiſchen Inſeln, welche die
Alten als den Aufenthaltsort der Harpyen, die Men⸗ ſchen⸗Geſichter und Geierskoͤrper hatten, dichteten, bald hinter uns hatten. Es ſind 2 niedrig gelegene In⸗ ſeln, die aber vortreffliche Fruͤchte im reichlichen Maße bervorbringen. Sie haben ſo viele Quellen, daß man keinen Stock in die Erde ſchlagen kann, ohne daß dann aus der Oeffnung Waſſer hervorſprudle. Man ſagt, daß man in den Quellen dieſer Inſeln oͤfters Ahorn⸗ Blaͤtter finde, obgleich dieſer Baum auf dieſer Inſe! nicht waͤchſt, ſondern auf dem gegen 30 Meilen entfern⸗ ten Morea, was auf eine Verbindung beider Inſeln
durch einen unterirdiſchen Kanal ſchlieſſen laſſen moͤchte.
Die groͤßte dieſer Jaſeln hat nicht uͤber 4 Meilen im
Umfange, und wird von Griechiſchen Moͤnchen, die
daſelbſt ein nach Art einer Feſtung befeſtigtes Kloſter haben, bewohnt. Die Italiener und Griechen nennen dieſe Inſel Strofadi oder Strivali.
19. Freitags den 9. Auguſt fuhren wir vor dem Gebirge Arcadiens und dem Eilande die Weis⸗
heit, vorbei. Dieſe iſt eine kleine Inſel, welche ehe⸗
mals Sphagia und Sapientia hieß. Sie iſt ge⸗ faͤhrlich, weil die Korſaren hinter derſelben gerne den Kaufſchiffen auflauern. Wir hatten faſt die ganze Nacht hindurch Windſtille, wodurch es kam, daß wir
—.—


