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tende Stadt mit 7 bis 8000 Seelen, wo die Fran⸗ ken, wie man alle Europaͤer im Morgenlande neunt, einen Konſul haben; dann Durazzo, das alte Dyr rachium der Roͤmer, ein Dorf mit einer eingefalle⸗ nen Feſtung, hierauf den Golf von Bojana nebſt einen kleinen in ihn fallenden Fluß, ehedem Drilo genannt. Laͤngs ſeines Ufers laͤuft der Fluß von Pol⸗ lona, welcher ſeinen Namen von dem benachbarten Apollonien hat. Dieſen Fluß ſieht man noch, aber nicht die Stadt; eben ſo iſt auch nicht mehr vorhan⸗ den Aulon, welches wir verdorben Vallona aus⸗ ſprechen. 30 Meilen von hier iſt auf einem Berge eine ſchon von den Alten gekannte Harz⸗ oder Pech⸗ Quelle, welche von großen Nutzen iſt, da ihr Harz vermiſcht mit Theer zum Verpichen der Schiffe ſehr tauglich iſt. 6 Meilen von Vallona ſind auch die Steinklippen von Saſeno, welche die ſüͤdliche Grenze des Meerbuſens von Lodrin bilden.
12) Als wir durch dieſen Golf ſegelten, ſahen wir eines Tags ein Schiff, welches„ als es uns gewahr wurde, ſogleich zuruͤck ruderte. Wir hielten es fuͤr ein Raubſchiff, beſonders, da es ſeinen Lauf gegen Vallona nahm, und ſegelten ihm in aller Eile nach. Durch die Anſtrengungen unſerer Ruderknechte gelang es uns, in einer Stunde demſelben auf eine Kanonenſchußweite nahe zu ſeyn. Wir begruͤßten es mit 3 oder 4 Kanonenſchuͤſſen, ſo daß es gezwungen war, ſeine Segel zu ſtreichen. Allein wir hatten uns


