Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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getaͤuſcht; es war nur eine Bargue von Cephalo⸗ nien, welche mit Oel und Getraide beladen, nach Venedig ſegeln wollte, und uns ebenfalls fuͤr See⸗ raͤuber gehalten hatte. Es verfolgte hierauf jeder wie⸗ der ſeinen Weg; die Cephalonier froh, von der Furcht befreit zu ſeyn; wir traurig, weil wir unſere Hoff⸗ nung eines Gewinſtes vereitelt ſahen.

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Da uns der Wind ſehr guͤnſtig war, warfen wir vor Saſeno, in deſſen Gegend wir das Gebirge Chimera(montes Acroceraunios) erblickten, nicht die Anker.

Saſeno hat gegen das Meer 5— 6 Doͤrſer, unter denen das vornehmſte Chimera auf einem ſtei⸗ len Felſen liegt. Hieher koͤnnen ſich die Laudleute im Falle der Noth fluͤchten. Ueberhaupt ſind die Ein⸗ wohner hier durch die Natur ſehr wohl gegen feind⸗ liche Macht geſchüͤtzt. Denn wollte man ſie zur See uͤberfallen, ſo wuͤrden ſie ſich gar leicht in das Ge⸗ birge zuruͤckziehen, wohin man unmoͤglich gelangen kann; und wollte man ſie zu Land aufſuchen, ſo ha⸗ ben ſie ſo enge Paͤſſe, daß ſie eine Armee bloß durch Steinwuͤrfe aufreiben koͤnnen. Sie ſind ſehr gute Soldaten, und der Religion nach Griechen; uͤbrigens aber im Stehlen ſo geſchickt, wie die Maynoten; ſie haben auch einen guten Seehafen, Namens Panor⸗ mo. Hier ſetzten wir den erſten Fuß in Griechenland, welches uns eine eigene Freude verurſachte. Denn

wir ſahen in ihm das Vaterland, und in den Gric⸗