152 langt ſind, bereiten ſie ſich am Tage zum Fange vor, worauf alsdann Nachts der Fang beginnt. Sie zuͤn⸗ den dazu am Hintertheile ihrer Barke ein Stuͤck Fich⸗ tenholz an, und fahren damit 2. oder 300 Schritte vom Lande, um ſie aufzuſuchen. Weun die Fiſcher, die ſehr langſam rudern, merken, daß ein ſehr großer Haufe ihrem Lichte nachfolge, ſo trennen ſie ſich und ergreifen ihre Netze, die ſie, ſobald ſie die Fiſche um
ſich bemerken, hurtig auswerfen, und eben ſo ſchneil wieder herausziehen, und ſie dann in ihre Bargue
gusleeren. Die beſten Sardellen werden bei der be⸗
nachbarten Inſel Liſſa gefangen. Die Tuͤrken, de⸗
nen geſunder Verſtand nicht fehlt, heilen ſich damft von mancher ihrer Krankheiten; weßwegen die Sar⸗ dellen in der Tuͤrkei auch ſehr geſucht ſind. Nachdem ſch hier unſere Galeere bis Chiurme mit? Zwieback
verſehen hatte, bekam ſie einen guten Wind; der ſie
in einem Nachmittag 50 Meilen weit, bis nach Cur⸗ zola brachte.
10) Dieſe alte Corzira nigra iſt eine kleine Stadt auf der Inſel gleichen Namens. Dieſe Inſel, da ſie ganz mit hohen Baͤumen und Gehoͤlz beſetzt iſt,
und folglich als ein natuͤrliches Arſennl, Schiffe ſo⸗
wohl zu bauen, als auszubeſſern dient, iſt von großer Wichtigkeit. Sie hat„Ooͤrfer, deren jedes 14— 15000 Einwohne: zaͤhlt, die ſich von dem Sardellenfange und Weinbau ernaͤhren. Ihre Stadt dagegen, welche
etwa eine Viertels Meile im Umfange hat, zaͤhlt
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