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liche Inſchriften hatten. Da ich einige beſſer leſen konnte, als der ſehr gelehrte Abt Falconieri, der ſie oͤffent⸗ lich im Drucke herausgab, obwohl er im Abſchreiben einige Verſtoͤße machen konnte, hielt man mich fuͤr ei⸗ neu ausgezeichneten Gelehrten. Um dieſe Galerie ſind ſehr viele Gemaͤcher, welche des Großherzogs Schaͤtze enthalten. 4— s ſind voll von Gewehren, unter wel⸗ chen eine Buͤchſe mit einem Laufe von maſſivem Gold iſt. Lebte noch ein Heliogabalus, wahrlich es gaͤbe kein Inſtrument, durch das er vornehmer ſterben koͤnnte. Von dieſem wird erzaͤhlt, daß er ſich einen Doèch aus Gold habe verfertigen laſſen, um ſich damit zu erſtechen, und Geſaͤße von Smaragd, um das Gift daraus zu trinken, im Falle er gezwungen wuͤrde, ſich ſelbſt zu toͤdten. Die anderen Gemaͤcher ſind mit Gold⸗ und Silber⸗Geſchirren, mit Gemaͤhlden von Raphael, Titian und Carrache und mit vielen anderen al⸗ ten, wie neuen Werken der Kunſt angefuͤllt. Merk⸗ wuͤrdig war noch ein Magnetſtein im Hofe dieſes Pa⸗ laſtes, welcher uͤber so Zentner wiegt, aber im Ver⸗ haͤltniſſe zu ſeiner Groͤße wenig Kraft hat, da ihm dieſe eine Feuersbrunſt entzogen haben ſoll. Bei die⸗ ſer Gelegenheit will ich eines andern Magnets erwaͤh⸗ nen, den ich zu Avignon ſah. Dieſer, obwohl er beinahe eine Fauſt groß und wohlgefaßt war, zog doch nicht mehr, als einen kleinen Schluͤſſel an, waͤhrend
ein Meſſer, oder ein anderes Stuͤck Eiſen, welches man
mit ihm beſtrich, 4 mal ſo riel als dieſer Stein an


