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Schritten im Umfange, deſſen Waſſer ſehr viel Schwe⸗ fel enthaͤlt, und von den Noͤmern, als Heilbad gegen verſchiedene Beſchwerden und Krankheiten gebraucht wird. Die Luft in dieſer Gegend iſt ganz von Schwe⸗ felduͤnſten erfuͤllt, woher auch der Name dieſer Ge⸗ gend Solfatara ſich leiten mag. Das merkwuͤr⸗ digſte aber iſt ein See, von Kircher der See ſchwim⸗ mender Infeln genannt, in welchem wir mehr als 12 Inſeln, vom Winde getrieben, ſchwimmen ſahen. Die groͤßte mag 25 Schritte in der Laͤnge und 15 in der Breite gehabt haben. Sie ſind oben auf dem Waſſer, und mit Rohr und Schilf bewachſen, mit welchen wir eine ſo lange an uns zogen, bis einer von uns hinuͤber⸗
ſpringen konnte, was wir uͤbrigen hernach auch befolg⸗
tteu. Aus dieſem erkannten wir, daß ſie ziemlich dick
und feſt ſind, beſonders da wir mit unſeren Degen
nicht auf den Grund kommen konnten. Solche fah⸗
rende Inſeln, welche das Volk zu Tivoli Nachen
nennt, weil ſie nach deren Art darin herumſchwim⸗
men, und wie Nachen regiert werden koͤnnen, er⸗
waͤhnt Plinius der Aeltere. Plinius der J Juͤn⸗ gere, des vorigen Neßfe, und Dionys von Halr
carnas haben einige derſelben beſchrieben.
6) Von Tivoli reiſten wir auf den Weg von Frescati weiter, wendeten uns aber etwas links, um die Lage von Hadrigus V illa zu ſehen, welche die Landleute der dortigen Gegend das alte Tivoli nennen. Denn ſie wiſſen nicht, daß es ehemals bloß


