Teil eines Werkes 
1. Th., 2. Bdchn (1828)
Entstehung
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bildeten, den nicht das Schoͤne der Baukunſt entzuͤckte, auch dieſe werden befriedigt. Denn ſie finden zu Rom das Pantheon, die Baͤder Diocletiaus, das Theater Marceell's, das Schauſpiel⸗Haus Veſpaſian's, dann die Peterskirche, welches die ſchoͤnſte Kirche der Welt iſt. So ſteht man auch daſelbſt vortrefflich ſchoͤne Brunnen, beſonders den de S. Pietro Monlorio, herrliche Basreliefs, ſehr reiche Sammlungen von Denkmuͤnzen und Alterthuͤmern. Wie die Bienen das Honig und den Thau ausſaugen, nicht aber das Gift, gleich den Spinnen; ſo muß man guch auf der Reiſe nur das gute, was man antrifft, ſich aneignen, und wer dieſes thut, der hat nicht von noͤthen, ſich uͤber die in Rom herrſchenden Laſter zu beklagen, welche man erſt durch Bekanntſchaft mit Ver⸗ brechern kennen lernt.

Ehe ich Rom verließ, bereiſte ich die umliegen⸗ den Orte, wobei mir ein Englaͤnder von Adel, Na⸗ mens Wheler, welcher auch ſpaͤter mit mir in den Orient reiſte, Geſellſchaft leiſtete. Zuerſt erreichten wir Tivoli, welches eine halbe Tagreiſe von Rom eutfernt liegt, vortreffliche hydrauliſche Werke, ein altes Mauſoleum mit Inſchriften und zwei uͤberaus ſchoͤne Statuͤen aus herrlich rothgekoͤrnten Marmor mit ein⸗ geſprengten ſchwarzen Flecken, die Goͤttin Iſis ab⸗ bildend hat. Dieſes ruͤhmt man gewoͤhnlich von Ti⸗ voli; allein merkwürdiger iſt eine halbe Meile ab⸗ waͤrts ein kleiner, tiefer See von kaum oder 500