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her den Leſer mit den Merkwuͤrdigkeiten Roms unter⸗ halten, deren daſelbſt eine ſo große Menge iſt, daß je⸗ der, in welcher Abficht er auch immer reiſen mag, Ge⸗ nuͤge findet.
Hat Jemand Luſt an Buͤchern, ſo findet er zu Rom Bibliotheken, worin er ganze Tage ſtudieren kann. Sucht Jemand Handſchriften, ſo ſteht ihm die Vatikaniſche Bibliothek offen, wo er dieſe und gedrukte Buͤcher findet, nach denen er anderswo vergeblich fra⸗ gen wird. Wer ein Freund der Muſik iſt, kann taͤg⸗ lich in den Kirchen, oder bei Kardinaͤlen Konzerte, von den lieblichſten Stimmen begleitet, hoͤren. Auch werden nirgends in der Welt die kirchlichen Verrichtungen mit mehr Feierlichkeit und groͤßerer Pracht, als hier ge⸗ halten. Iſt Jemand ein Kenner von ſchoͤnen Gemaͤl⸗ den, ſo kann er deren mehre nirgends, als zu Rom, und zwar von den beruͤhmteſten Meiſtern ſehen. Wer Geſchmack an Statuͤen hat, trifft eine außerordentliche Menge daſelbſt an: denn man kann von Rom, wie ehemals von Athen ſagen, daß daſelbſt nicht ſo viele Menſchen als Statuͤen ſind. Unter dieſen ſind jene von Michael Angelo, dann der Laokvon im Vatikan, der Farneſiſche Herkules, der An⸗ tinous und die Venus wahrhaf. Wunderwerke. Wenn ich alles dieſes betrachte, ſo muß ich mich wun⸗ dern, wie Rom, nachdem es ſo vielmal ganz ausge⸗ pluͤndert wurde, dennoch ſo viele ſchoͤne Werke habe erhalten koͤnnen. Es iſt wohl Niemand unter den Ge⸗
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