ſuchte ich verſchiedene Seltenheiten auf, fand auch wirklich einige Roͤmiſche Inſchriften, aber nicht ein altes Gebaͤude, obgleich die Stadt noch von den alten Phokeern erbaut iſt. Sie liegt in einer ſteinigten Gegend, und hat unten gegen Mittag einen in Felſen
gehauenen Hafen, der die Geſtalt eines Amphitheaters
bildet, 2 ſchoͤne Citadellen und ein reiches Zeughaus.
Sie ſieht heute noch ſo aus, wie Strabo ſie beſchrie⸗
ben hat, und ſie kann ſich ruͤhmen, mehr als einige andere Staͤdte in baulichem Stande erhalten worden zu ſeyn. Ohne mich auf Einzelnheiten der Stadt ein⸗ zulaſſen, bemerke ich nur, daß ich daſelbſt eine Zucker⸗ Raffinerie, eine Seifen⸗Siederei, Mumien, Aegyptiſche Goͤtzenbilder mit Charakteren, und eine Korallen⸗Werk⸗ ſtaͤtte ſah. Auch zeigte man mir in einem Kloſter ei⸗ nen menſchlichen Schaͤdel, der 3 Schuhe im Umfange, und wenigſtens einen in der Hoͤhe maß. Wie man mich verſicherte, war er der Kopf eines daſelbſt im fuͤnfzigſten Jahre geſtorbenen Mannes, der nicht uͤber 4 Schuhe groß geweſen iſt. n
Waͤhrend ich hier auf eine guͤnſtige Zeit, zu Schiffe zu gehen, wartete, beſah ich alles, was in der Umge⸗ gend von Marſeille ſehenswerth iſt. Auf dem Wege
nach Arles liegt die kleine Stadt von Salon; hin⸗ ter ihr Crau, ein großes 5 bis 6 Meilen breites Land, ganz voll von Steinen, zwiſchen welchen. wenig aber gutes Gras hervorwaͤchſt, Ariſtoteles hielt dieſe
Menge Steine fuͤr eine Folge eines Vulkaus, Poſi⸗


